Einweihung Holzschnitzelheizzentrale Kaisten

Am 5. November 2005 wurde die Holzschnitzelheizzentrale Wuermatt, Kaisten nach halbjähriger Bauzeit eingeweiht. Die Gemeinde Kaisten hat der AEW Energie AG im Herbst 2004 den Auftrag erteilt, die neue Holzschnitzelfeuerung zu realisieren und nach deren Fertigstellung auch zu betreiben. Seit Beginn der laufenden Heizperiode werden die Kaistener Schulanlagen mit einheimischen Holzhackschnitzeln beheizt. Dank der CO2-Neutralität von Holz können bei einem Holzschnitzelbedarf von etwa 600 Kubikmetern ca. 45'000 Liter Heizöl substituiert werden, was einem CO2-Ausstoss von rund 130 Tonnen entspricht.


AEW. Im August 2004 hatte die Gemeinde Kaisten die Realisierung einer bivalenten Holzschnitzelfeuerung in der bestehenden Heizzentrale im Schulhaus Wuermatt ausgeschrieben. Die AEW Energie AG wurde als Contractor ausgewählt. Im Auftrag der AEW Energie AG erfolgte die Planung der Anlage durch die Firma Durena AG, Lenzburg. Für die Bauplanung war die Firma Scheidegger + Partner AG, Lenzburg verantwortlich.


Der Bau des Schnitzelsilos mit einem Bruttovolumen von ca. 100 Kubikmetern forderte sowohl den Planer wie auch den Baumeister. So mussten unter anderem während dem Silobau die Pausenhalle provisorisch abgestützt und anschliessend die Abstützungen neu erstellt werden. Die bestehende Heizzentrale wurde so abgeändert, dass der Holzschnitzelkessel der Firma Müller AG sowie der bereits bestehende Ölkessel untergebracht werden konnten.


Die Holzschnitzelfeuerung wird nur während der Heizperiode betrieben. Der Ölkessel ist im Winter nur zur Abdeckung der Spitzenlast und in den Sommermonaten für die Erzeugung des Brauchwarmwassers in Betrieb. Während zwei Heizperioden ist die Heizzentrale Kaisten in ein Forschungsprojekt des Bundesamtes für Energie einbezogen. Es werden dabei verschiedene Regelkonzepte für den bivalenten Einsatz der beiden Heizkessel überprüft und verglichen.
Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund CHF 600'000.00. Vom Kanton Aargau wird ein Förderbeitrag von ca. CHF 40'000.00 erwartet. Insgesamt kann mit der neuen Anlage ein Jahresenergiebedarf von 445’000 Kilowattstunden abgedeckt werden. Rund 85 % davon werden im Holzschnitzelkessel produziert, die restlichen 15 % im Spitzenlast-Ölkessel.


Die Nutzung von einheimischer, nachwachsender Energie aus den umliegenden Waldungen hat verschiedene Vorteile. Der gemeindeeigene Wald kann nachhaltig genutzt werden. Die Wertschöpfung bleibt im Gegensatz zur Heizölbeschaffung grösstenteils in der Region. Wesentlich sind aber auch die längerfristige Reduktion des CO2-Ausstosses und damit ein Beitrag zur Verbesserung unseres Klimas, da Holz ja bekanntlich CO2-neutral ist. Die bevorstehende Einführung einer CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen trägt diesem Umstand Rechnung.


AEW ENERGIE AG



Weitere Auskünfte: Peter Krebs, T +41 62 834 23 11



Die AEW Energie AG ist ein selbständiges Unternehmen des Kantons Aargau. Als Stromverteiler nehmen wir zur Gewährleistung der Grundversorgung im Aargau eine führende Stellung ein. Zudem erbringen wir für unsere Kunden Dienstleistungen rund um die Energie und im Bereich der Telekommunikation. Strom auf sicher für den Aargau, auch in Zukunft.


05.11.2005


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