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    Ein zentraler Flecken

    Entspannung pur in der Saunalandschaft des Thermalbads Bad Zurzach.

    Bad Zurzach ist die grösste Gemeinde im Zurzibiet. Als Energiestadt verpflichtet sich der Kurort zu einem nachhaltigen Umgang mit seinen Ressourcen, so etwa bei der Nutzung von Wasserkraft und Fernwärme – mit der AEW als strategischem Partner.

    Das «Bad» im Ortsnamen lässt auf einen Kurort schliessen – in vielen Fällen allerdings auf einen aus der Vergangenheit. Nicht so in Bad Zurzach: Das hiesige Thermalbad wurde vor Kurzem rundum erneuert und bietet auf 2 000 Quadratmetern vier Thermalwasserbecken, ein Solebad sowie 14 Saunen und Dampfbäder. Das Bad ist nicht nur der bedeutendste Anziehungspunkt für auswärtige Besucher, sondern gemäss eigenen Angaben auch das grösste Wellness-Angebot in der Schweiz überhaupt.

    Auch unabhängig vom Thermalbad spielt das Wasser für Bad Zurzach, das von den Einwohnern als «Flecken» bezeichnet wird, eine tragende Rolle: Die Gemeinde bezieht zu 100 Prozent Strom aus einheimischer Wasserkraft. «Wasser predigen und Wein trinken geht gar nicht. Als kleiner, mit dem Label Energiestadt ausgezeichneter Zentrumsort verpflichten wir uns zu einem wertschätzenden Umgang mit Energie, ganz im Sinne unserer Einwohnerinnen und Einwohner», sagt Gemeindeammann Reto S. Fuchs. 

    Schon seit 1 600 Jahren ist das Verenamünster ein Wallfahrtsziel.

     

    Strom aus der Kläranlage
    Ein weiteres Zeichen für einen ausgewogenen Umgang mit den Ressourcen setzt Bad Zurzach bei der Reinigung des Abwassers. Gemeinsam mit neun weiteren Gemeinden entlang des Rheins wird der Abwasserverband Region Zurzach betrieben. «Beim Abwasser kocht nicht jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen, sondern es wird zusammengearbeitet. Das ist in verschiedener Hinsicht effizient», sagt Betriebsleiter Andreas Lehr. Das aus dem Faulprozess gewonnene Methangas wird für die Stromproduktion verwendet. Seit 2012 ist ein neues Blockheizkraftwerk im Einsatz, das die produzierte Strommenge, die ins Netz gespeist wird, verdoppelt hat. «Heute entspricht der produzierte Strom ungefähr zwei Dritteln unseres eigenen Energiebedarfs», so Andreas Lehr. Darüber hinaus wird die abgegebene Wärme des Blockheizkraftwerks zum Heizen des Betriebsgebäudes und der Faultürme verwendet. 

    Der Wärmeverbund wird mit Holz aus der Region betrieben.

     

    Lokale Holzschnitzel
    Ein Musterbeispiel der Nutzung von regionalen Ressourcen ist der seit April 2016 von der AEW betriebene Wärmeverbund Bad Zurzach, dessen Wärmezentrale die AEW am Energietag Zurzibiet am 28. Oktober 2017 interessierten Besuchern vorstellte. Geheizt wird CO2-neutral mit Holzschnitzeln aus den 1 200 Hektar grossen Mischwäldern des Forstbetriebs Studenland. Die über 60 angeschlossenen Kunden profitieren von einer unkomplizierten Lösung für Heizung und Warmwasseraufbereitung: Die Anschaffung des Brennstoffs entfällt und um die Wartung und den Unterhalt der Heizung kümmert sich die AEW. Die Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Studenland ist beispielhaft für die regionale Wertschöpfung der AEW. «Mit Sicherheit liefert die AEW als unser strategischer Partner Impulse für unser Gewerbe. Investitionen werden oftmals lokal vergeben», sagt Reto S. Fuchs, der sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit ist: «Das Beste, was einem in punkto Energie passieren kann, ist, wenn diese 365 Tage im Jahr ohne Probleme zur Verfügung steht. Hier haben wir mit der AEW als Stromversorger den richtigen Partner, quasi ein Sorglospaket, auf das wir auch in naher und ferner Zukunft bauen.» In diesen Kontext passen auch die kurzen Wege und der direkte Draht zum nahen AEW Regional-Center Turgi. 

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      Steckbrief Bad Zurzach

      Der Bezirkshauptort und die gleichzeitig grösste Gemeinde im Zurzibiet liegt am Fuss des Schwarzwaldes direkt am Rhein. Weit über die Grenzen hinaus bekannt ist Bad Zurzach vor allem als Kur- und Gesundheitsort mit viel natürlichem Erholungsraum. In der Gemeinde existieren rund
      3 200 Arbeitsplätze, die meisten davon in der Hotellerie sowie im Gesundheits- und Wellnessbereich.

      Fläche: 6,52 km2
      Höhe über Meer: 341 m
      Einwohnerzahl: 4 203
      (per 31.12.2016)
      www.badzurzach.ch 

      Weit mehr als nur ein Kurort

       

       

       

       

       

       


       

      Drei Fragen an Reto S. Fuchs, Gemeindeammann Bad Zurzach

      Sie haben drei Sätze für einen Werbespot für Bad Zurzach zur Verfügung. Wie lauten diese?
      Wir bieten gesundes, aktives Leben in hoher Qualität und wunderschöner Umgebung zwischen sanften Hügelzügen am Rhein. Wir sind ein Familien-, Gesundheits-, Tourismus- und Kulturort, geprägt vom grossen Engagement der Bevölkerung mit über 90 aktiven Vereinen. Kurz und knapp: Bad Zurzach begeistert!

      Wohin führen Sie nicht ortskundige Besucher?
      Stellvertretend für die fantastischen Innenhöfe unseres Marktfleckens zeige ich jenen vom Hotel Waag und mache einen Halt beim hinter einer gedrungenen Türe versteckten Sodbrunnen unter dem Verenamünster. Nicht fehlen darf auch das Chilebückli, ein historischer Kraftort mit wunderbarem Blick auf den Rhein und unsere deutsche Nachbarschaft.

      Welches ist Ihr persönlicher Lieblingsort in Bad Zurzach?
      Die Gruft der heiligen Verena in unserem Verenamünster. Diese war im Mittelalter und ist noch heute ein wichtiges Wallfahrtszentrum. 

      Energie tanken beim Thermalbad

      Dem steigenden Bedarf an E-Mobilität wird Bad Zurzach seit April 2017 mit einer E-Tankstelle beim Thermalbad gerecht. «Gemäss den bislang vorhandenen Daten und Beobachtungen wird diese rege genutzt. Wir schliessen daraus, dass wir gemeinsam mit Tourismus, Thermalbad und AEW eine kleine Versorgungslücke geschlossen haben», sagt Gemeindeammann Reto S. Fuchs.
      www.aew.ch/e-mobilitaet