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    "Das ist wie eine Hochzeit"

    Die AEW Energie AG betreibt viele ihrer Wärmeverbunde mit umweltschonenden Holzschnitzelanlagen. So auch die Wärmeanlage Bad Zurzach. Das Holz dafür bezieht sie vom Forstbetrieb Studenland und sorgt so für Wertschöpfung in der Region.

    Felix Stauber, Betriebsleiter
    Forstbetrieb Studenland

    Herr Stauber, welche Menge Holzschnitzel produziert Ihr Forstbetrieb jährlich?
    Felix Stauber: Unser Wald produziert nachhaltig 12 000 Festmeter, das ist die Menge an Holz, die wir pro Jahr nutzen dürfen. Daraus liesse sich das Maximum von 33 600 Schüttraummetern an Holzschnitzeln herstellen. Das würde aber bedeuten, dass wir sämtliches Holz zu Holzschnitzeln verarbeiteten, was nicht sinnvoll ist, denn das qualitativ hochstehende Stammholz soll für die Möbelproduktion und für den Bau genutzt werden. Wir produzieren also etwa die Hälfte, das sind rund 17 000 Schüttraummeter sogenanntes Energieholz.

    Welchen Anteil an der gesamten Holzschnitzelproduktion macht die Lieferung an die AEW aus?
    Wir haben mit der AEW einen Vertrag für die Lieferung von weit mehr als der von uns produzierten Menge. Über einen Holzvermittler aus der Region beziehen wir von Nachbarrevieren den Rest, bis wir zukünftig selbst in der Lage sein werden, den gesamten Bedarf zu ­­decken. Eine Bedingung im Untervertrag mit dem ­Holzvermittler war übrigens, nur Nachbarreviere zu ­berücksichtigen, um die Wertschöpfung in der Region und die Lieferwege so kurz wie möglich zu halten.

    Wofür werden Holzschnitzel genutzt?
    Wir produzieren Holzschnitzel nur für Holzheizungen. In der Holzindustrie werden sie jedoch auch für die ­Herstellung von Span- oder Faserplatten und auch von Papier genutzt.

    Aus welchen Teilen des Baumes entstehen sie?
    In der Regel aus der Krone.

    Was bedeutet es für den Forstbetrieb Studenland, dass die AEW die Holzschnitzel für den Wärmeverbund Bad Zurzach bei Ihnen bezieht?
    Für uns ist das ein Ereignis wie eine Hochzeit oder die Geburt des ersten Kindes. Seit 25 Jahren arbeiten wir auf das Ziel hin, Brennstoff für CO2-neutrale Energie in der Region produzieren zu können, ohne weite Transportwege, sodass der Anteil an grauer Energie möglichst klein bleibt. Mit der Wärmeanlage der AEW in Bad Zurzach ist dies endlich Wirklichkeit geworden.

    Rosanna Carbone

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