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    Ein Schreibtisch für viele

    Die Sharing Economy hat mit dem Modell des «Desk-Sharing» auch die Arbeitswelt erreicht. In Bürogemeinschaften, sogenannten Coworking Spaces, teilen sich die Nutzer Raum, Schreibtische, Drucker, Kopierer, WLAN und Co. Die Gemeinschaft gibt es gratis dazu. 

    Schickes Design, modernes Equipment, eine Schar von Gleichgesinnten, vermischt mit einer kreativen Arbeitsatmosphäre: Coworking Spaces werden immer gefragter. Die im Silicon Valley entstandene Arbeitsform haben vor allem Freelancer, die das Home-Office leid sind, und junge Start-ups, die sich teure Büromieten sparen möchten, für sich entdeckt. Wer einen zeitlich flexiblen Arbeitsplatz in den meist offen gestalteten Büroräumen mietet, nutzt nicht nur die vorhandene Infrastruktur gemeinsam, sondern kann auch von den Vorteilen des «Coworking» profitieren: von anderen lernen und sein Netzwerk erweitern.

    Arbeiten, wo man lebt
    Coworking ist seit März 2017 auch im Zentrum des Kunzareals in Unterwindisch möglich. Hier hat die VillageOffice Genossenschaft einen Coworking Space mit 15 Arbeitsplätzen, einem Gemeinschaftstisch, zwei Sitzungszimmern und einer gemütlichen Lounge eröffnet. Vom Tagespass bis zum Monatsabo gibt es unterschiedliche Vertragsmodelle. «Coworking ist die ideale Arbeitsform für Menschen, die einen Arbeitsplatz in der Nähe ihres Zuhauses suchen und weder im Home-Office noch am traditionellen Firmensitz arbeiten möchten», sagt Mediensprecherin Corinne Roth. Bereits jetzt bietet VillageOffice an 31 Standorten Coworking Spaces an. Ziel ist ein schweizweites Netzwerk im Zentrum von Dörfern, kleinen Städten und Vororten. «Dies ermöglicht flexibles Arbeiten, stärkt lokale Gemeinschaften, reduziert die Stunden, die Menschen in der Schweiz heute pendeln, und vermindert damit CO2-Emissionen», betont Corinne Roth.  

    Im Coworking Space der VillageOffice Genossenschaft in Unterwindisch.

     

    Inspirierender Austausch und guter Kaffee
    Auch im PARK INNOVAARE in Villigen existiert seit diesem Frühling ein Coworking Space mit sechs Arbeitsplätzen. «Dieser soll einen einfachen Zugang zum Campus ermöglichen und ist somit die Pforte in das Innovationsökosystem des PARK INNOVAARE», erläutert Managing Director Nils Gebhardt. Von den Nutzern – zumeist Spin-offs oder Jungunternehmen in Gründung – wird das Angebot sehr begrüsst. «Sie schätzen die angenehme Arbeitsumgebung und nicht zuletzt unsere Kaffeemaschine», fügt Nils Gebhardt hinzu. «Die macht 41 verschiedene Sorten.» Planungen für die Zukunft stehen schon. «Wir wollen bedarfsgerecht ausbauen und experimentieren mit verschiedenen Dienstleistungen, welche die User tatsächlich nachfragen. Ziel ist, mehr junge Unternehmensgründer aus dem Paul Scherrer Institut sowie Technologiescouts aus der Industrie zu erreichen, damit der wissenschaftlich-industrielle Austausch angeschoben wird.» 

    Büros auf Zeit gibt es auch im PARK INNOVAARE.

     

    Per Mausklick zum Wunschbüro
    Online-Plattformen, die Büros auf Zeit anbieten, gibt es inzwischen viele. PopUpOffice beispielsweise, 2015 in Zürich gegründet, bietet Arbeitsplätze an rund 50 Standorten in der Schweiz an. Wer im Ausland arbeiten möchte, wird bei WeWork und ShareDesk fündig. Ein globales Netzwerk bietet ImpactHub. An weltweit 80 Stand­orten, vier davon in Zürich, sind Social Entrepreneurs und Start-ups diverser Branchen unter einem Dach vereint, um Ideen zu einer kollaborativen und kooperativen Zukunft gemeinsam zu realisieren.

    Die Zukunft des Arbeitens
    Desk-Sharing praktizieren neben Gründern und Freiberuflern zunehmend auch grössere Unternehmen. Beim «Hot Desking» beispielsweise teilen sich mehrere Mitarbeitende zu unterschiedlichen Zeiten einen Arbeitsplatz im Büro. Da durch Aussendienst- und Home-Office-Tätigkeiten viele Schreibtische oft tage- und wochenlang verwaist sind, können Unternehmen durch Hot Desking Kosten und Ressourcen sparen. Schliesslich bedeutet weniger Fläche auch weniger Energie, die zum Heizen und Kühlen benötigt wird. Räumlichkeiten kann man aber auch in virtuellen Bereichen teilen: Die Virtual-­Reality-Technologie bietet die Möglichkeit, dass sich Menschen in einem virtuellen Raum treffen – egal, ob sie sich gerade am traditionellen Firmensitz, im Home-Office oder in einem Coworking Space befinden.

    Yvette Grün 

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      VillageOffice Genossenschaft
      www.villageoffice.ch

      deliveryLab: PARK INNOVAARE
      www.parkinnovaare.ch

      PopUpOffice
      www.popupoffice.ch

      ImpactHub Zürich
      www.zurich.impacthub.ch

      WeWork
      www.wework.com

      Sharedesk
      www.sharedesk.net