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    Stromproduzenten: gesetzliche Grundlagen

    Netzbetreiber wie die AEW Energie AG sind vom schweizerischen Energiegesetz verpflichtet, in ihrem Netzgebiet Strom aus erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten. Dazu bestehen zwei Abnahme- und Vergütungsmodelle.

    Die schweizerische Energiepolitik hat zum Ziel, den Anteil des aus erneuerbaren Energien produzierten Stroms bis zum Jahr 2030 um 5'400 GWh oder auf 10 % des Standes vom Jahr 2000 des Schweizer Stromverbrauchs zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund werden Netzbetreiber in Art. 7 ff. des schweizerischen Energiegesetzes verpflichtet, in ihrem Netzgebiet fossile und erneuerbare Energie in einer für das Netz geeigneten Form abzunehmen und zu vergüten.

    Im schweizerischen Energiegesetz (Artikel 7ff.) sind grundsätzlich zwei Abnahme- und Vergütungsmodelle vorgesehen:

    Abnahme und Vergütung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien zu Konditionen der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV)
    Voraussetzung für die Abnahme nach diesem Modell ist die Produktion von Elektrizität aus Anlagen mit der Nutzung von Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft bis zu 10 MW, Geothermie, Biomasse respektive Abfällen aus Biomasse. Zusätzlich muss die Anlage nach dem 1. Januar 2006 in Betrieb genommen, erheblich erweitert oder erneuert worden sein und einen geeigneten Standort aufweisen.

    Die Vergütung von Anlagen, die vom System der KEV anerkannt werden, richtet sich nach den im Erstellungsjahr geltenden Gestehungskosten von Referenzanlagen, die der jeweils effizientesten Technologie entsprechen. Die Vergütung erfolgt durch die Bilanzgruppe «Erneuerbare Energien».

    Abnahme von Elektrizität aus fossilen und erneuerbaren Energien und Vergütung nach marktorientiertem Bezugspreis
    Die Abnahme und Vergütung nach diesem Modell gilt generell bei erneuerbaren Energien, ausgenommen bei Elektrizität aus Wasserkraftanlagen mit einer Leistung über 10 MW. Die Abnahmepflicht bei der Produktion von Elektrizität aus fossilen Energien gilt nur, wenn die Elektrizität regelmässig produziert und gleichzeitig die erzeugte Wärme genutzt wird.

    Die Vergütung von Anlagen, die den Vorgaben dieses Modells nachkommen, richtet sich nach einem marktorientierten Bezugspreis. Die AEW nimmt die eingespeiste Energie ab und vergütet diese mit einem Rückliefertarif.

    Messung der eingespeisten Energie
    Die Vergütung für die Abnahme von Elektrizität wird bei beiden Modellen nur erstattet, wenn diese physisch eingespeist und die eingespeiste Elektrizität mit einem von der AEW Energie AG bereitgestellten, geeichten Messinstrument ermittelt wurde. Die Kosten für das Messinstrument und für die Bereitstellung der Messdaten sind von den Stromproduzenten zu tragen.

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