1916-1929 1930-1969 1970-1985 1986-1994 1995-2003

1916

Das Elektrizitätsversorgungsgesetz von 1913 bildet die Grundlage für den NOK-Beitritt und die Gründung des AEW durch Emil Keller (1878 – 1965). Der aargauische Staatsmann und Politiker darf als Architekt und treibende Kraft hinter NOK und AEW bezeichnet werden.

Am 1. Januar 1916, also mitten im 1. Weltkrieg (1914 – 1918), nimmt das Aargauische Elektrizitätswerk (AEW) seinen Betrieb als öffentliche Anstalt auf, d.h., es ist, als eigene Rechtsperson mit weitgehender Selbstständigkeit, Teil der kantonalen Verwaltung.

Das AEW wird im bisher durch die NOK versorgten Teil des Kantons Aargau tätig. Das Absatzgebiet umfasst 135 Gemeinden und Ortschaften, die Aarau-Schöftland- und die Wynentalbahn, die Bremgarten-Dietikon- sowie die Seetalbahn. Unter den belieferten Industrieunternehmen sind vor allem die Zementwerke Holderbank und Siggenthal hervorzuheben.
Emil Keller 1878-1965

1917

Die Anlagen des Elektrizitätswerkes Sarmenstorf AG werden aufgekauft.

Mit der Aktiengesellschaft der Spinnereien H. Kunz in Windisch wird vereinbart, dass das AEW nach Ablauf der bestehenden Vertragsvereinbarungen die Versorgung der Gemeinden Windisch, Gebenstorf, Birmensdorf, Mülligen und der Ortschaft Reuss samt den dazugehörenden Anlagen übernimmt.

 

1918

Vom Elektrizitätswerk der Stadt Aarau übernimmt das AEW die Versorgungsgebiete der Gemeinden Möriken und Auenstein sowie der Ortschaft Au-Veltheim.

 

1920

Die Gemeinde Spreitenbach wird von den Elektrizitätswerken der Stadt Zürich abgetrennt und gehört von nun an zum Versorgungsgebiet des Aargauischen Elektrizitätswerkes.

 

1922

Von der Firma Zuberbühler & Cie. AG wird das Elektrizitätswerk am Tägerbach bei Mellikon mit einer Leistung von 100 kW samt zugehörigem Versorgungsgebiet (Gemeinde Zurzach) erworben.

 

1925

Das AEW kauft die Wasserkraftanlage in Burg, die im Kanton Aargau gelegenen Verteilungsanlagen des EW Burg sowie die Verteilungsanlagen in Dietwil.

 

1926

Den grössten Zuwachs bekommt das Versorgungsgebiet des Kantonswerkes durch den Anschluss des Bezirkes Zofingen (mit seinen Gemeinden Aarburg, Brittnau, Kölliken, Mühlethal, Oftringen, Rothrist, Safenwil, Strengelbach, Uerkheim, Vordemwald und Zofingen), der bis dato vom Elektrizitätswerk Olten-Aarburg (EWOA) versorgt wurde.

 

1927

Mit dem Erwerb sämtlicher Anlagen der AG Bruggmühle wird auch die Gemeinde Bremgarten dem Versorgungsgebiet des Kantonswerkes angegliedert.

Der Reiz des malerisch gelegenen Kleinwasserkraftwerkes Bruggmühle besteht in der historischen Ausstattung aus der Zeit des traditionellen Maschinenbaus.
Nach Erwerb des Kleinwasserkraftwerkes Bruggmühle, dehnt sich das Absatzgebiet des AEW für einige Jahre nicht weiter aus.
Kkleinwasserkraftwerk Bruggmühle 1927

1929

Das Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern (kurz RADAG) liegt am Hochrhein zwischen dem Bodensee und Basel. Es ist das erste Kraftwerk nach dem Zusammenfluss der Aare mit dem Rhein (Nähe Waldshut). Die Anlage wurde 1929 bis 1933 als Ausleitungskraftwerk gebaut und speist jährlich ca. 575 GWh in das bestehende 110- kV-Netz ein. Der Kraftwerkbetrieb mit den drei doppelt regulierten Kaplanturbinen, dem ca. 3,5 km langen Oberwasserkanal und dem Stauwehr mit seinen fünf Doppelhakenschützen wird seit 1999 vollautomatisch betrieben.