Aktuelle Entwicklung der Strompreise und Herkunftsnachweise
In den vergangenen zwei Monaten haben sich die Terminpreise insgesamt um rund 5 % zurückgezogen. Die Marktaktivität war spürbar durch die Sommerferienzeit geprägt – mit entsprechend tiefer Liquidität und verhaltener Handelsdynamik. Auf dem Schweizer Markt ist das Interesse an Herkunftsnachweisen in den Sommermonaten Juli und August sehr gering, entsprechend ist die Handelsaktivität niedrig.
Preisentwicklung anhand eines Kundenprofiles (KMU) für den Einkauf der Energie

Preisentwicklung der letzten 12 Monate. Darstellung eines KMU Musterprofiles (Mo.-Fr. mit Base/Peak Verhältnis von ca. 75/25). Die Darstellung dient der Grobinformation und ist als unverbindliche Preisindikation zu werten.
Aktuelle Strompreisentwicklung
Rückblick
In den vergangenen zwei Monaten haben sich die Terminpreise insgesamt um rund 5 % zurückgezogen. Die Marktaktivität war spürbar durch die Sommerferienzeit geprägt – mit entsprechend tiefer Liquidität und verhaltener Handelsdynamik. Die Verlängerung der Wartungsarbeiten am Schweizer Atomkraftwerk Gösgen um weitere sechs Monate führte kürzlich zu einer Verteuerung der Schweizer Winterprodukte. Geopolitisch blieb die Lage zwar angespannt, doch die Versorgungsbedenken im Nahen Osten haben sich etwas entspannt. Auch die Situation rund um den Ukrainekrieg zeigte sich zuletzt ruhiger, was zu einer temporären Beruhigung der Märkte beigetragen hat. Einzelne politische Ereignisse – wie neue US-Zölle oder Sanktionen – sorgten punktuell für Volatilität, blieben aber ohne nachhaltige Trendwirkung. Im Spotmarkt führten hohe PV- und Windeinspeisungen regelmässig zu negativen Preisen in den Mittagsstunden, insbesondere in Deutschland und der Schweiz. Die Marktbilanz zeigte sich insgesamt locker, was die Preisentwicklung zusätzlich dämpfte.
Ausblick
Nach einer ruhigen Sommerphase mit tiefer Liquidität und moderaten Preisrückgängen könnte der Markt in den kommenden Monaten wieder an Dynamik gewinnen. Geopolitische Entwicklungen – insbesondere rund um den Ukrainekrieg – bleiben potenzielle Preistreiber. Gleichzeitig sorgen hohe PV-Einspeisungen und eine entspannte Versorgungslage weiterhin für Druck auf die Spotpreise. Insgesamt ist mit einer vorsichtigen Marktstimmung und erhöhter Volatilität bei neuen politischen Impulsen zu rechnen.
Aktuelle HKN Preise für eine Menge von jeweils 5'000 MWh pro Jahr
Auf dem Schweizer Markt ist das Interesse in den Sommermonaten Juli und August sehr gering, entsprechend ist die Handelsaktivität niedrig.
Für das laufende Jahr und das Frontjahr bewegen sich die Preise aktuell seitwärts. Die Preise für europäische Wasserkraft zeigen sich schwach und werden sich wohl auch in den kommenden Wochen auf ähnlichem Niveau bewegen. Wir gehen davon aus, dass Volatilität und die Marktdynamik ab Oktober/November kontinuierlich zunehmen werden.