2 - Entlang der Limmat

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Schwerpunkt: Wasserkraft

Die Bedeutung der Wasserkraft im Aargau
Die weitläufige Flusslandschaft im Kanton Aargau bietet perfekte Voraussetzungen zur effizienten Nutzung der Wasserkraft. Bereits im 13. Jahrhundert wurden erste Wasserräder gebaut, um Mühlen, Sägereien und Spinnereien anzutreiben. Ende des 19. Jahrhunderts boten die vielen Fliessgewässer dann die perfekte Voraussetzung für den Bau von Flusskraftwerken zur Erzeugung von Elektrizität. So entstanden allein in den Jahren 1892 bis 1914 zehn grössere Wasserkraftwerke an den Ufern von Aare, Reuss, Limmat und Rhein. Die relativ frühe Elektrifizierung des Aargau trug auch zum wirtschaftlichen Aufschwung des ehemals armen Kantons bei. Heute sind im Aargau rund 26 grosse und mittlere Wasserkraftwerke angesiedelt. 2 Wasserkraftwerke befinden sich ganz im Besitz der AEW, an weiteren 6 Gesellschaften ist sie beteiligt. Unter diesen befinden sich auch die vier Anlagen der Limmatkraftwerke AG. 

Wie funktioniert ein Flusskraftwerk?
Das Wasser des Flusses wird durch eine Turbine geleitet, die die potentielle und kinetische Energie des Wassers in eine mechanische Drehbewegung umwandelt. Durch diese Bewegung wird der Generator angetrieben und so Strom erzeugt. Um die Höhe des Flussgefälles und damit die Stromproduktion zu steigern, wird mit einer Wehranlage das Wasser aufgestaut. Flusskraftwerke gehören durch ihre relativ gleichförmige Produktionsmenge zu den Grundlastkraftwerken. Dies bedeutet, dass sie vor allem dazu verwendet werden, den Stromgrundbedarf zu decken. Im Gegensatz dazu stehen die Pumpspeicher-Wasserkraftwerke, die vor allem dann eingesetzt werden, wenn kurzfristig mehr Strom benötigt wird. 

 

 
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Schema Laufwasserkraftwerk