Gesetzlicher Rahmen für Stromproduzenten

Die AEW unterstützt die im Rahmen der Energiestrategie 2050 beschlossene Stossrichtung, die in diverse gesetzliche Vorgaben eingeflossen sind. Die Schweizerische Energiepolitik bezweckt, die einheimischen erneuerbaren Energien zu stärken. Dazu gehören nebst der traditionelle Wasserkraft, die «neuen» erneuerbaren Energien wie Sonne, Holz, Biomasse, Wind und Geothermie.

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Die Gesetzgebung erlaubt direkte und indirekte Fördermassnahmen. Die produzierte Energie kann 

  • im Rahmen des Eigenverbrauchs selbst genutzt werden
  • im Rahmen des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch an Nachbarn weiter gegeben werden
  • gegen eine Vergütung ins Netz der AEW Energie AG eingespeist werden
  • mit der Teilnahme am Einspeisevergütungssystem vergütet werden
  • an Dritte verkauft werden, z.B. im Rahmen der Direktvermarktung

Regelung beim Eigenverbrauch

Die Bestimmungen sind im Energiegesetz Art. 16 festgelegt. Die Betreiber von Anlagen dürfen die selbst produzierte Energie am Ort der Produktion ganz oder teilweise selber verbrauchen. Sie dürfen die selbst produzierte Energie auch zum Verbrauch am Ort der Produktion ganz oder teilweise veräussern. Beides gilt als Eigenverbrauch. Da dadurch weniger Energie aus dem öffentlichen Netz bezogen wird, können durch den Eigenverbrauch Kosten für die Netznutzung, Energiekomponente, Systemdienstleistungen, Netzzuschlag und Gebühren eingespart werden. Die AEW unterstützt Sie darin, die selbst produzierte Energie am Ort der Produktion zu veräussern und bietet dazu das Produkt „Lokalstrom“ an.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Die Bestimmungen zum ZEV sind im Energiegesetz Art. 17 und 18 sowie in der Energieverordnung Art. 14 bis 18 geregelt. Der Zusammenschluss kann dabei auch Liegenschaften in angrenzenden Parzellen umfassen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Produktionsleistung der Anlage oder der Anlagen bei mindestens 10 Prozent der Anschlussleistung des Zusammenschlusses liegt. Zudem darf zwischen der Produktionsanlage und dem Verbrauch das Verteilnetz des Netzbetreibers nicht in Anspruch genommen werden. Aus Sicht des Netzbetreibers gilt ein ZEV als ein einziger Endverbraucher. Die Messung und Abrechnung der elektrischen Energie obliegt dem Grundeigentümer, der innererhalb der ZEV eine Mitverantwortung für die Versorgung der einzelnen Teilnehmer übernimmt. Zur Abwicklung der ZEV bietet die AEW Dienstleistungen an.

Einspeisung in das Netz der AEW

Die AEW ist verpflichtet, die ihr angebotene Elektrizität abzunehmen und angemessen zu vergüten. Dies ist in Artikel 15 des Energiegesetzes geregelt. Die AEW vergütet sowohl die gesamte wie auch im Falle einer ZEV oder Eigenverbrauchs nicht selbst verbrauchte Überschussmenge an Elektrizität. Dabei richtet sich die Vergütung nach den vermiedenen Kosten für die Beschaffung der Elektrizität („Graustrom“). Für Anlagen mit einer Produktionsmenge von mehr als 100 MWh kann die AEW ein individuelles Angebot erstellen. Zusätzlich kann der Produzent für die höhere Qualität der eingespeisten Elektrizität einen Herkunftsnachweis erhalten, welcher er weitervermarkten kann.

Teilnahme am Einspeisevergütungssystem und Investitionsbeiträge

Das Einspeisevergütungssystem im Energiegesetz in Art. 19 bis 24 beschrieben. Allerdings können bei Neuanlagen nicht mehr alle Betreiber teilnehmen. Beispielsweise sind Betreiber von Photovoltaikanlagen mit weniger als 30 kW Leistung nur noch im Rahmen der Einmalvergütung berücksichtigt. Für bestehende Anlagen gibt es Ausnahmeregelungen. Für Photovoltaik-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen können Investitionsbeiträge verlangt werden. Dies ist in Art. 24 bis 29 des Energiegesetzes geschrieben. Die Einmalvergütung beträgt beispielsweise für Photovoltaikanlagen von weniger als 30 kW bis zu 30 Prozent der bei Inbetriebnahme massgeblichen Investitionskosten von Referenzanlagen. Gesuche im Rahmen des Einspeisevergütungssystems werden durch den Betreiber der Produktionsanlagen direkt bei der Pronovo angemeldet. Ihr Installateur kann Sie dabei unterstützen.

Verkauf der Energie an Dritte

Betreiber von Produktionsanlagen können ihre Elektrizität selber am Markt verkaufen. Im Rahmen der Teilnahme am Einspeisevergütungssystem ist dies in Art. 21 des Energiegesetzes geregelt. Die AEW bietet auch für diese Direktvermarktung entsprechende Dienstleistungen an.

Regelung beim Eigenverbrauch

Die Bestimmungen sind im Energiegesetz Art. 16 festgelegt. Die Betreiber von Anlagen dürfen die selbst produzierte Energie am Ort der Produktion ganz oder teilweise selber verbrauchen. Sie dürfen die selbst produzierte Energie auch zum Verbrauch am Ort der Produktion ganz oder teilweise veräussern. Beides gilt als Eigenverbrauch. Da dadurch weniger Energie aus dem öffentlichen Netz bezogen wird, können durch den Eigenverbrauch Kosten für die Netznutzung, Energiekomponente, Systemdienstleistungen, Netzzuschlag und Gebühren eingespart werden.

Die AEW unterstützt Sie darin, die selbst produzierte Energie am Ort der Produktion zu veräussern und bietet dazu das Produkt „Lokalstrom“ an.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Die Bestimmungen zum ZEV sind im Energiegesetz Art. 17 und 18 sowie in der Energieverordnung Art. 14 bis 18 geregelt. Der Zusammenschluss kann dabei auch Liegenschaften in angrenzenden Parzellen umfassen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Produktionsleistung der Anlage oder der Anlagen bei mindestens 10 Prozent der Anschlussleistung des Zusammenschlusses liegt. Zudem darf zwischen der Produktionsanlage und dem Verbrauch das Verteilnetz des Netzbetreibers nicht in Anspruch genommen werden. Aus Sicht des Netzbetreibers gilt ein ZEV als ein einziger Endverbraucher. Die Messung und Abrechnung der elektrischen Energie obliegt dem Grundeigentümer, der innererhalb der ZEV eine Mitverantwortung für die Versorgung der einzelnen Teilnehmer übernimmt. Zur Abwicklung der ZEV bietet die AEW Dienstleistungen an.

Einspeisung in das Netz der AEW

Die AEW ist verpflichtet, die ihr angebotene Elektrizität abzunehmen und angemessen zu vergüten. Dies ist in Artikel 15 des Energiegesetzes geregelt. Die AEW vergütet sowohl die gesamte wie auch im Falle einer ZEV oder Eigenverbrauchs nicht selbst verbrauchte Überschussmenge an Elektrizität. Dabei richtet sich die Vergütung nach den vermiedenen Kosten für die Beschaffung der Elektrizität („Graustrom“). Für Anlagen mit einer Produktionsmenge von mehr als 100 MWh kann die AEW ein individuelles Angebot erstellen. Zusätzlich kann der Produzent für die höhere Qualität der eingespeisten Elektrizität einen Herkunftsnachweis erhalten, welcher er weitervermarkten kann.

Teilnahme am Einspeisevergütungssystem und Investitionsbeiträge

Das Einspeisevergütungssystem im Energiegesetz in Art. 19 bis 24 beschrieben. Allerdings können bei Neuanlagen nicht mehr alle Betreiber teilnehmen. Beispielsweise sind Betreiber von Photovoltaikanlagen mit weniger als 30 kW Leistung nur noch im Rahmen der Einmalvergütung berücksichtigt. Für bestehende Anlagen gibt es Ausnahmeregelungen.

Für Photovoltaik-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen können Investitionsbeiträge verlangt werden. Dies ist in Art. 24 bis 29 des Energiegesetzes geschrieben. Die Einmalvergütung beträgt beispielsweise für Photovoltaikanlagen von weniger als 30 kW bis zu 30 Prozent der bei Inbetriebnahme massgeblichen Investitionskosten von Referenzanlagen.

Gesuche im Rahmen des Einspeisevergütungssystems werden durch den Betreiber der Produktionsanlagen direkt bei der Pronovo angemeldet. Ihr Installateur kann Sie dabei unterstützen.

Verkauf der Energie an Dritte

Betreiber von Produktionsanlagen können ihre Elektrizität selber am Markt verkaufen. Im Rahmen der Teilnahme am Einspeisevergütungssystem ist dies in Art. 21 des Energiegesetzes geregelt. Die AEW bietet auch für diese Direktvermarktung entsprechende Dienstleistungen an.

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ZEV gründen

Sie möchten einen ZEV gründen und suchen einen kompetenten Partner der Sie bei den zahlreiche Aufgaben eines ZEV unterstützt? Wir unterstützen Sie von der Messung aller Energieflüsse, bis zur quartalsweisen Abrechnung der einzelnen Teilnehmer.

AEW Berater kontaktieren
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Netzanschluss für Energieerzeugungsanlagen

Die AEW Energie AG schliesst Ihre Energieerzeugungsanlage an ihr Netz in Niederspannung oder Mittelspannung an, wenn alle Voraussetzungen für eine Bewilligung der Anlage erfüllt sind.

Abhängig von der Art und Grösse der Anlage entscheidet die AEW zusammen mit dem Produzenten den Anschluss an das Niederspannungs oder Mittelspannungsnetz. Um die Voraussetzungen für einen Anschluss an das Netz der AEW Energie AG zu erfüllen, sind beim Bau und Anschluss der Energieerzeugungsanlage (EEA) die Vorschriften und Weisungen für Elektroinstallationen einzuhalten (Rund ums Bauen). Dazu gehören insbesondere die Bestimmungen über die Messeinrichtungen, die Schutzbestimmungen und im Niederspannungsnetz die Werkvorschriften der AEW Energie AG, Der Anschlusspunkt (Übergabestelle für den Energieaustausch) wird durch die AEW Energie AG festgelegt.

Anschlussgesuch 

Vor dem Bau der Anlage ist der AEW Energie AG schriftlich ein Anschlussgesuch einzureichen. Die AEW Energie AG beurteilt dann die technischen Möglichkeiten des Anschlusses und legt den Anschlusspunkt fest.

Messeinrichtung 

Die Festlegung der Messeinrichtung für eine Einspeisung in das AEW Verteilnetz erfolgt im Einvernehmen mit der AEW Energie AG (Wahl der Messart). Bei einer rechtzeitigen Abklärung mit der AEW Energie AG können nachträgliche Anpassungen verhindert werden. Für Produktionsanlagen über 30 kVA Leistung ist eine Produktionsmessung gesetzlich vorgeschrieben. Eine fernausgelesene Lastgangmessung ist dann sowohl für die Produktionsmessung wie auch für allfällige die Verbrauchsmessungen im Falle der Nutzung der Eigenverbrauchsregelung oder Rückspeisung ins Netz der AEW Energie AG vorzusehen. 
Bei Nutzung des ZEV ist in jedem Fall für alle Teilnehmer des Zusammenschlusses eine konforme Messung vorzusehen. Diese Messungen sind zwar private Einrichtungen, müssen aber dennoch die Vorgaben der ElCom und Metas entsprechen. Dazu ist der Platz für die Messung durch den Grundeigentümer vorzusehen.

Abnahme der Anlagen 

Für die Abnahme von Anlagen im Netz-Parallelbetrieb ab 30 kVA besteht eine Vorlagepflicht beim Eidgenössischen Starkstrom-Inspektorat (ESTI). Ansonsten gelten dieselben Zuständigkeiten wie bei Verbrauchsanlagen, beispielsweise ist der Installateur für den Sicherheitsnachweis (SiNa) verantwortlich.
Werden Fördergelder, Herkunftsnachweise oder Investitionskostenbeiträge beantragt, müssen die Anlagen speziell beglaubigt werden. Bei Anlagen über 30 kVA ist dafür eine externe Stelle zu beauftragen. Bei kleineren Anlagen kann die Beglaubigung von AEW Energie AG im Rahmen der Dienstleistungen angeboten werden.

Kosten 

Folgende Kosten sind durch den Produzenten zu tragen:

  • Bau- und Bewilligungskosten der EEA
  • Anpassungen der Hausinstallation
  • Kosten für den Anschluss und die Zuleitung zum Anschlusspunkt
  • Kosten für die Abnahme und allfällige Beglaubigung
  • evtl. weitere anfallende Kosten
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Messarten

Eine Übersicht über die unterschiedlichen Messarten und ihre Eigenheiten in einfachen Fällen.

Eine Lastgangmessung und die Erfassung von Herkunftsnachweisen sind bei allen Anschlüssen ab einer Anschlussleistung von 30 kVA gesetzlich vorgeschrieben.

Wahl der Messart

Grundsätzlich bietet die AEW Energie AG zwei Möglichkeiten, die in ihr Netz eingespeiste Energie zu messen.