News

    Nachhaltigkeit erleben in klimaneutralem Gebäude

    Die Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach zeigt Wege zu einer nachhaltigen und ökologischen Lebensweise auf. Gleichzeitig ist sie der Inbegriff eines Gebäudes auf energetisch höchstem Niveau.

    Seit fast fünf Jahren präsentiert sich die Umwelt Arena als das Kompetenzzentrum für Ökologie in der Schweiz. 45 interaktive Ausstellungen auf vier Etagen machen die Themen Natur und Leben, Energie und ­Mobilität, Bauen und Modernisieren sowie erneuerbare Energien erleb- und begreifbar. Das Wissen, wie man sein Leben ressourcenschonend gestalten kann, ohne sich einschränken zu müssen, wird hier anschaulich und spielerisch vermittelt.

    «Es ist wichtig, dass die oft hochkomplexen, abstrakten Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz verein­facht dargestellt werden», sagt Walter Schmid. Der Bau- und Generalunternehmer aus Glattbrugg ist Initiant, Investor und Verwaltungsratspräsident der Umwelt Arena. «Ich bin der Überzeugung, dass Konsumenten mehr ressourcenschonende Produkte kaufen, wenn sie deren Vorteile aktiv erleben können.» Und genau das ist in der Umwelt Arena möglich. Hier ist mitmachen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich ­erwünscht: Besucher können im Indoor-Parcours mit aktuellen Elektromobilen, E-Bikes und Segways eine Probe­runde drehen, in der Ausstellungsküche mit regionalen und saisonalen Zutaten kochen und die beim Rutschen erzeugte Energie messen.

    Das Konzept der Umwelt Arena ist von Erfolg gekrönt: Seit der Eröffnung im August 2012 begrüsst sie jedes Jahr rund 100 000 Personen, im Jahr 2016 waren es 125 000 Besucher.

    Mit der Umwelt Arena baute Initiator und Investor Walter Schmid ein Pionierprojekt.

     

    Umweltschonender Betrieb
    Auch als Gebäude setzt die Umwelt Arena Massstäbe. Die futuristische Architektur stammt von rené schmid architekten aus ­Zürich.­ Geprägt ist sie durch dach- und fassadenintegrierte Photovoltaikmodule, die 40 Prozent mehr Strom erzeugen, als für den Betrieb der Umwelt Arena nötig ist. Beheizt und gekühlt wird das Gebäude mittels eines durchdachten Konzepts: In einem Leitungssystem in den Betondecken zirkuliert im Sommer kühles und im Winter warmes Wasser. Dieses System temperiert die thermo­aktiven Bauelemente aus Beton. Je nach Saison oder Bedarf wird überschüssige Kälte oder Wärme aus dem Gebäudeinneren in zwei grossen Wasserspeichertanks und einem Erdkollektor unter der Bodenplatte des untersten Parkdecks gespeichert. Das Heiz- und Kühlsystem, dessen Geräte mit dem auf dem Dach erzeugten Solarstrom betrieben werden, ermöglicht den CO2 - neutralen Gebäudebetrieb.

    CO2-neutrale Baustelle
    Bereits beim Bau der Umwelt Arena wurde darauf geachtet, die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten. Solarzellen auf den Baucontainern und ein Windrad auf dem Baukran sorgten für den Strom. Lastwagen und Baumaschinen fuhren mit Biogas und Biodiesel. Der Aushub wurde wiederverwendet, indem er im nahegele­genen Agir-­Betonwerk aufbereitet und dem Zement beigemischt wurde. Für die Stahlkon­struktion kam Recyclingstahl zum Einsatz. Soweit es möglich war, wurde das verwendete Material – Beton, Holz, Stahl und Verputz – natürlich belassen und ist im Innern des Gebäudes roh zu sehen. Ein Streifzug durch das Gebäude lohnt sich also – für architektonisch Interessierte ebenso wie für diejenigen, die unter einem Dach verschiedene nachhaltige Lösungen für ein umweltbewusstes Leben suchen.

    Yvette Grün

    Drucken

    Seite weiterempfehlen

     
    Sie finden unsere Website informativ? Hier können Sie die besuchte Seite jemandem per E-Mail weiterempfehlen.

    Absender

    Empfänger

    Bitte geben Sie das Ergebnis ein.