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    Klingnau neu am Netz

    Eingebettet zwischen der Aare und der Koblenzerstrasse: die malerische Altstadt von Klingnau (Foto zVg Gemeinde Klingnau)


    Mit der Stadt Klingnau durfte die AEW Energie AG bereits die 79. aargauische Gemeinde als Strom­kunden willkommen heissen. Mit den politischen Gemeinden pflegt die AEW eine enge Partnerschaft und begegnet den Ansprechpartnern auf Augenhöhe.

    Im selben Atemzug mit der Stadt Klingnau­ wird oft der gleichnamige Stausee genannt. Das künstlich gestaute Gewässer ist auch die erste Station, die Oliver Brun mit auswärtigen Besuchern ansteuert. «Der Stausee lässt sich zu Fuss, mit dem Fahrrad oder den Inline-Skates umrunden. Dabei kann man die vielen verschiedenen Wasservögel beobachten»,­ sagt der Gemeindeammann. Neben seiner Funktion als ­Naherholungsgebiet ist der Stausee eng mit der regionalen Geschichte der Elektrizität verbunden: Das Gewässer entstand im Rahmen des Baus des Elektrizitätswerks Klingnau Anfang der 1930er-Jahre. Der natürlich produzierte Strom deckte seinerzeit die wachsende Nachfrage und schon damals entwickelte sich ein Vogelbiotop von europäischer Bedeutung.

    Energiemarkt im Wandel
    Von Bedeutung für die energiepolitische Zukunft der Stadt Klingnau war auch der 9. Juni 2016. Die Gemeinde­versammlung stimmte dem Verkauf der Elektrizitätsversorgung Klingnau­ (EVK) an die AEW zu. Ende November wurden die entsprechenden Verträge feierlich im Schloss Klingnau­ unterzeichnet und seit dem 1. Januar 2017 ­beziehen die über 3 300 Einwohnerinnen und Einwohner ihren Strom offiziell von der AEW.

    «Der Gemeinderat war aufgrund von diversen anstehenden Investitionen und bevorstehenden Personalabgängen bei der EVK auf der Suche nach Lösungen», blickt Oliver Brun zurück. Die Abklärungen ergaben, dass ein Verkauf der EVK nicht nur aus finanziellen Gründen am meisten Sinn macht. «Markt und Umfeld im Energie­bereich befinden sich im Wandel.­ Liberalisierungen und die Energiestrategie 2050 machen das Thema komplexer», hält der Gemeindeammann fest, der als Techniker am Paul Scherrer Institut in ­Villigen tätig ist. Die EVK, die 100 Jahre lang als Eigenwirtschaftsbetrieb der Stadt geführt worden war, wäre als kleiner Energie­versorger ohne professionelle Betriebs­­organisation für diese Herausforderungen nicht optimal aufgestellt gewesen –­ im ­Gegensatz zur AEW, dem führenden Netzbetreiber und Stromlieferanten des Aargaus­­ mit umfassender Infrastruktur.

    Positive Partnerschaft
    «Die Einwohnerinnen und Einwohner von­ Klingnau werden den Wechsel von der EVK zur AEW nicht spüren – ausser in positiver Hinsicht beim nun bestehenden grösseren Dienstleistungsangebot», sagt Oliver Brun. Der Gemeindeammann erwartet, dass die Kundinnen und Kunden neben der breiten Produktpalette auch vom grossen Know-how der AEW profitieren können. Weiter wünscht er sich ­einen fairen Strompreis und eine zuverlässige Versorgung, ­sodass der angebotene 24-Stunden-Pikett-­Service gar nicht erst in Anspruch genommen werden muss.

    Mit der Vertragsunterzeichnung begannen für die AEW die Integrationsarbeiten, an der bis zu zehn verschiedene Abteilungen beteiligt sind und die in der Regel ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Auch wenn die Partnerschaft zwischen Klingnau­ und der AEW noch in den Kinderschuhen steckt, kann Oliver Brun bereits Positives über die Kooperation berichten: «Sowohl die Vertragsverhandlungen wie auch die Vorarbeiten für die Werksübergabe fanden stets konstruktiv, kooperativ und zielführend statt. Man merkt, dass da Leute am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen», sagt der Gemeindeammann.

    Simon Eglin

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      Steckbrief Klingnau

      Die aargauische Kleinstadt liegt im unteren Aaretal im Bezirk Zurzach, lediglich vier Kilometer südlich von der Grenze zu Deutschland. Innerhalb des Gemeindebanns liegt der Achenberg, eine markante Anhöhe des Tafeljuras.

      Fläche: 6,71 km2
      Höhe über Meer: 328 m
      Höchster Punkt: 535 m, Achenberg-Plateau
      Gründung der Gemeinde: 1239
      Einwohnerzahl: 3 327 (per 31.12.2015)
      Website: www.klingnau.ch

      Einmalige Wohnlage in der vielfältigen Natur

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      Bald 80 Gemeinden

      In den vergangenen Jahren durfte die AEW Energie AG als grösster Stromanbieter im Aargau in mehreren Gemeinden das Netz über­nehmen. Im Kanton Aargau ist die AEW heute in 79 Gemeinden verantwortlich für die Stromversorgung bis zum Hausanschluss. Die restlichen Gemeinden betreiben eigene Werke –­ entweder selbstständig oder in Kooperation.