Leistungsbewirtschaftung im Gewerbe
Eine mittelgrosse Batterie glättet hohe Spitzenlasten, wenn zum Beispiel mehrere E-LKW gleichzeitig geladen werden. So lässt sich der bestehende Netzanschluss auch ohne teuren Netzausbau optimal nutzen. Mit einem auf den Betrieb angepassten Energiemanagementsystem können Lastspitzen reduziert und der Strombezug aus dem Netz geglättet werden. Batterien mit einer Kapazität von mehreren hundert kWh und entsprechender Leistung werden eingesetzt
Eigenverbrauch im Einfamilienhaus
Ein Batteriespeicher im Keller speichert überschüssigen Solarstrom, wenn die PV-Anlage mehr produziert, als gerade verbraucht wird. Am Abend oder nachts gibt er die Energie wieder ab. Dadurch steigt der Eigenverbrauch: Es wird weniger Strom aus dem Netz bezogen und es fliessen weniger Überschüsse zurück ins Netz. Wird der Speicher nicht am Morgen geladen, sondern über den Mittag, helfen Speicher die Belastung des Verteilnetzes zu reduzieren. Meist werden Batterien mit einer Speicherkapazität von 10–60 kWh und einer abgestimmten Leistung zur jeweiligen PV-Anlage eingesetzt.
Stabilisierung des Stromnetzes
Ein Battery Energy Storage System (BESS) kann innerhalb von Sekundenbruchteilen riesige Mengen Strom aufnehmen und ebenso schnell wieder abgeben. Damit stützt es das Netz, wenn Angebot und Nachfrage auseinanderklaffen. Solche Systemdienstleistungen werden zunehmend durch BESS erbracht. Zudem können grosse Energiemengen gespeichert und die Systeme so für den kurzfristigen Energiehandel genutzt werden. Es kommen Batterien mit Speicherkapazitäten im Bereich von 1–1 000 MWh und Leistungen im Megawatt-Bereich zum Einsatz. Systeme dieser Grösse werden wie Kraftwerke ins Netz integriert.