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    Energiestrategie 2050

    «Es eröffnen sich neue Geschäftsfelder»

    Ziel der Energiestrategie 2050 des Bundes ist, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und die Potenziale der neuen erneuerbaren Energien auszuschöpfen. Die AEW Energie AG ist seit jeher in diesen Bereichen tätig und nimmt die Chance wahr, neue Geschäftsfelder zu erschliessen.

    Herr Zimmermann, welche Möglichkeiten sehen Sie für die erneuerbaren Energien in der Schweiz und insbesondere im Kanton Aargau?
    Dr. Hubert Zimmermann: Bei den neuen erneuerbaren Energien sehen wir Potenzial bei zukunftsfähigen Technologien wie Wind- und Solarenergie unter Einbezug der Speicherung oder der Kombination von Wärme- und Stromproduktion in Biomassekraftwerken. Im Kanton Aargau spielt auch in Zukunft Strom aus Wasserkraft die wichtigste Rolle bei den erneuerbaren Energien. Zudem wird die Reduktion des CO2-Ausstosses durch die Substitution fossiler Energieträger ermöglicht. Zum Beispiel durch Wärmeverbunde auf Basis von Biomasse oder Umwelt- und Abwärmenutzung, durch Elektromobilität oder auch durch den Ersatz von Heizungen mit fossilen Energien durch Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

    Wo sehen Sie die Grenzen der Machbarkeit?
    Den anvisierten Produktionszuwachs bei den erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne schätzen wir als eher optimistisch ein. Weiter gilt es, der Wasserkraft als Hauptstütze der Energiestrategie 2050 Sorge zu tragen. Denn gerade hier erschweren immer weiter gehende Vorschriften die fehlende Harmonisierung mit dem europäischen Umfeld, so beim Wasserzins, und die fehlende Investitionssicherheit bremst die Weiterentwicklung bei der Wasserkraft.

    Was tut die AEW für die Nutzung erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz konkret?
    Wir sind an zwei bedeutenden Windparkprojekten im Kanton Aargau beteiligt, investieren in Solarstrom-Anlagen und bieten für private Liegenschaftsbesitzer mit dem Produkt AEW myHome eine intelligente Lösung für die integrierte Produktion und Versorgung mit Strom und Wärme an. Schon vor über 20 Jahren haben wir angefangen, Fernwärmenetze auf Basis der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien im grossen Stil zu entwickeln. Damit vermeiden wir zusammen mit unseren Kunden jährlich einen CO2-Ausstoss von 40 000 Tonnen und unterstützen so die Umsetzung der Energiestrategie. Schliesslich optimieren wir die eigenen Anlagen und Netze und bauen die E-Mobilität aus. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir 25 neue E-Ladestationen erstellt.

    Worauf gilt es aus Ihrer Sicht bei der Umsetzung besonders zu achten?
    Im Vordergrund stehen für uns immer der Kundennutzen, die Zukunftsfähigkeit der Technologie und ihre Wirtschaftlichkeit. Bei der Umsetzung im eigenen Wirkungsraum legen wir besonderes Augenmerk auf die Erhaltung der Versorgungssicherheit auf dem heutigen hohen Niveau und die Energieeffizienz.

    Und welche Chancen ergeben sich daraus für Ihr Unternehmen?
    Wir entwickeln uns immer mehr zum Dienstleister und Lösungsanbieter für Strom, Wärme und Kälte. Das eröffnet neue Geschäftsfelder, unter anderem mit Dienstleistungen in der Energiebeschaffung für Industriekunden und Energieversorger, Angeboten zu Smart Home, E-Mobilität oder Netzdienstleistungen rund um die Smart-Grid-Technologie. Wir pflegen dabei eine intensive Kooperation mit dem Gewerbe, Industriepartnern und Start-ups. Das integrierte Geschäftsmodell der AEW ermöglicht es, schnell neue Angebote zu lancieren und für den Kunden ein verlässlicher und langfristig stabiler Partner zu sein. Beispiele dafür sind das innovative Biomassekraftwerk, das zur kombinierten Wärme- und Stromproduktion in einem Wärmeverbund in Rheinfelden eingesetzt wird, die intelligente AEW myHome Steuerung zur Steigerung der Energieeffizienz bei Ein- und Mehrfamilienhäusern oder das Carsharing bei der E-Mobilität. 

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      Energiestrategie 2050 – erstes Massnahmenpaket

      Der Bundesrat hat das totalrevidierte Energiegesetz, dem die Schweizer Stimmbevölkerung im Mai 2017 zugestimmt hat, per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt. Das erste Massnahmenpaket soll dazu führen, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und die Potenziale
      der neuen erneuerbaren Energien auszuschöpfen. Die wichtigsten Neuerungen betreffen deshalb unter anderem die Verordnungen zur Förderung von erneuerbaren Energien und zur Energieeffizienz.