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Drei Säulen für ein nachhaltiges Areal

Das LUWA-Areal in Muri bietet neben hoher Wohn- und Lebensqualität ein zeitgemässes Energiekonzept: Mittels Holzschnitzelheizung, Wärmepumpe und Photovoltaikanlage wird das Quartier komplett mit erneuerbaren Energien versorgt.

Drei Säulen für ein nachhaltiges Areal

Das LUWA-Areal in Muri bietet neben hoher Wohn- und Lebensqualität ein zeitgemässes Energiekonzept: Mittels Holzschnitzelheizung, Wärmepumpe und Photovoltaikanlage wird das Quartier komplett mit erneuerbaren Energien versorgt.

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Dort, wo die LUWA AG in Muri einst Lüftungssysteme und Apparate hergestellt hat, ist im Frühling 2019 ein neues Quartier zum Leben erwacht. Mit rund 200 Wohnungen, Ateliers und Gewerbeflächen, einem Restaurant sowie einer Fabrikhalle für Veranstaltungen wurde es als Arealüberbauung realisiert. Von Anfang an stand das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. «Die Allianz als Projekteigentümerin gab vor, dass die Energieversorgung zu 100 Prozent aus regenerativen Energien stammen sollte», erzählt Andreas Rott, Projektleiter Wärmegeschäft bei der AEW. Für die AEW war es die erste so grosse Arealversorgung, welche ganzjährig beliefert und ohne fossile Energieerzeugung erstellt wurde. «Normalerweise planen wir bei unseren Wärmeverbunden eine Gas- oder Ölheizung für Spitzenlasten und zur Sicherheit ein», sagt Andreas Rott. Nicht so beim LUWA-Areal. Hier realisierte das Unternehmen ein Energiekonzept, das auf drei Säulen basiert: Holzschnitzelheizung, Grundwasser- Wärmepumpe und Photovoltaikanlage.

Holz aus der Region, Strom vom Dach

Die gesamte Heizzentrale befindet sich in der historischen Fabrikhalle im Zentrum des Areals. Während der Heizperiode versorgt eine Holzschnitzelheizung die zwölf Wärmestationen. Von diesen gelangt die Wärme zu den einzelnen Wohnungen. Der Wärmespeicher ist so dimensioniert, dass er einen konstanten Betrieb der Schnitzelfeuerung erlaubt. Das Holz stammt aus dem Umkreis von Muri. Dadurch ist der Transportweg kurz und die Wertschöpfung bleibt vor Ort erhalten. Im Sommer sorgt eine Grundwasser-Wärmepumpe für Wärme und Warmwasser. Aus zwei Entnahmeschächten wird das Grundwasser nach oben befördert und erhitzt. Ausserdem dient das Wasser im Sommer auch zur aktiven Kühlung der Büroflächen. Auf der Glaskuppel des Fabrikhallendachs ist zudem eine Photovoltaikanlage installiert. Der produzierte Strom deckt einen Teil des Eigenbedarfs der Wärme- und Kälteerzeugungsanlagen ab.

Für alle Eventualitäten gerüstet

«Die Herausforderung bestand darin, das Konzept zu erstellen, ohne genau zu wissen, wie die Belegung einiger Gebäude erfolgt», erzählt Andreas Rott. «Wir mussten also so planen, dass wir allen Wünschen später gerecht werden – egal, ob die Räumlichkeiten von Detailhändlern, Restaurants oder Familien bezogen werden. » Inzwischen ist ein Grossteil der Flächen im Quartier vermietet. Die Bewohner können die komfortablen Wohnbedingungen geniessen – ohne sich um ihre Energieversorgung Gedanken machen zu müssen.

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Arealüberbauung LUWA

Holzschnitzelfeuerung

700 kW

Spitzenleistung PV-Anlage

30 kW

Grundwasser-Wärmepumpe

  • Wärme: 250 kW
  • Kälte 348 kW

Anschlussleistung

  • Wärme (12 Stationen) 1140 kW
  • Kälte (3 Stationen) 348 kW
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25 Jahre Wärme bei AEW

Anfang der 1990er-Jahre eröffnete sich die AEW mit dem Aufbau von Wärmeverbunden ein neues Geschäftsfeld. Der erste Wärmeverbund wurde im Oktober 1994 in Möhlin in Betrieb genommen und erzeugt mittels einer Holzschnitzelheizung CO2-frei Wärme. Inzwischen betreibt die AEW rund 80 Wärmeverbunde, beliefert damit um die 13 500 Haushaltungen und verhindert den CO2-Ausstoss von mehr als 40 000 Tonnen pro Jahr.

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