Aurica next: Baulandperle für Unternehmen
In Kaiseraugst wird ein attraktives Baugrundstück verfügbar. Der Standort soll zukunftsorientiert und nachhaltig bebaut werden und Arbeitsplätze schaffen.
Auf dem letzten grossen Baugrundstück in Kaiseraugst dürften sich in den nächsten Jahren innovative Unternehmen niederlassen. Es winkt ein ebenes, reichlich besonntes Areal im Osten von Kaiseraugst mit dem Namen Aurica next. Zur Nachbarschaft zählen internationale Unternehmen aus der Life Sciences Branche. Das Grundstück, einst für ein Atomkraftwerk vorgesehen, gehört der Aurica AG. Sie ist im Besitz der AEW Energie AG und der Axpo Gruppe. So ist die AEW denn auch für das Energiekonzept zuständig.
Politische Hürden gemeistert
Aktuell wird das Grundstück landwirtschaftlich genutzt. 2021 haben die Gemeinde Kaiseraugst und die Aurica AG die Entwicklung des Areals aufgegleist. Ihre Hausaufgaben haben sie gründlich gemacht: ein Entwicklungsrichtplan mit Lärmschutzgutachten, Baugrunduntersuchung und Verkehrsgutachten. Im November 2025 war ein Meilenstein geschafft: Die Gemeinde Kaiseraugst hat der Teilrevision des Zonenplans zugestimmt. Die Ausnutzungsziffer wird aufgehoben, womit mehr Nutz und Grünfläche entsteht. Die maximale Gebäudehöhe wird von 20 auf 30 Meter angehoben. Drei Hochhäuser dürfen sogar 60 Meter hoch werden.
Energiekonzept
Die AEW Energie AG hat gemeinsam mit der Energy Group AG und externen Planungsbüros das Energie Konzept für Aurica next entwickelt. Der Fokus liegt auf einer strategisch geplanten und nachhaltigen Versorgung mit Strom, Wärme, Kälte, Telekommunikation und weiteren Medien. Aufgabe war es, den Verbrauch und die Produktion des Areals zu prüfen. «Wir haben in Varianten gedacht,» erklärt Roland Lüthy,
Leiter Power Solutions bei der AEW. «Welche Lösung es am Ende wird, hängt von der zukünftigen Nutzung ab, die noch nicht vollständig definiert ist.» Für die Wärmeversorgung kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht: die Wärmeverbunde Kaiseraugst und Rheinfelden, Grundwasser oder Flusswasser vom Rhein, Erdwärme sowie die Nutzung von Synergien mit dem angrenzenden Roche Areal. Bezüglich Stromversorgung steht fest, dass der Stromzentral für das ganze Areal aufbereitet werden soll – und nicht von jedem Unternehmen dezentral. Ob ein weiteres Unterwerk nötig wird, hängt davon ab, wie viel Strom gebraucht wird. Grosse Rechenzentren zum Beispiel sind sehr energieintensiv. Das Photovoltaik Potenzial wiederum wird davon beeinflusst, wie hoch die Gebäude werden und wie viel Schatten sie werfen.
Nächste Schritte
Unterschiedlich grosse Parzellen stehen für Unter nehmen aus der Life Sciences Branche, der Hightech Industrie und anderen Branchen bereit. «Aurica next ist eines der letzten unbebauten Areale im Aargau – eine Perle. Es ist verkehrstechnisch gut erschlossen und der Boden ist nach den uns vorliegenden Gutachten vollständig unbelastet. Zu dem steht die Gemeinde Kaiseraugst hinter dem Projekt, was die Zusammenarbeit sehr angenehm macht», betont Michel Eglin, Geschäftsführer der Aurica AG. Als Eigentümerin sucht die Aurica AG nun Käufer, um dann auszusteigen. Ein Vermarktungsunter nehmen mit internationalem Umfeld soll Immobilienentwickler, Investoren und Endnutzer gewinnen. Dann kann in Kaiseraugst für die Zukunft gebaut werden.