Neues Leben im Naturjuwel Bächel
Die Renaturierung des Gebiets Bächel in Unterkulm ist eine Erfolgsgeschichte. Dort erobern sich selten gewordene Pflanzen- und Tierarten ein Stück Freiheit zurück. Einen Beitrag dazu leistet auch der AEW naturmade Ökofonds, der im Aargau unter anderem solche ökologische Aufwertungen und Renaturierungen ermöglicht.
Wer im Bächel in Unterkulm unterwegs ist, kann Erstaunliches beobachten: Mit etwas Glück flitzt ein Hermelin vorbei, ein Trauerschnäpper schwingt sich in die Lüfte, während im Gras eine Sichelschrecke zirpt. All diese seltenen Tierarten haben im Bächel eine Heimat gefunden. Möglich macht es ein ambitioniertes Renaturierungsprojekt, das Leben in diese Landschaft zurückbringt.
25 Jahre für die Natur
Seit 25 Jahren setzt sich der Natur- und Vogelschutzverein Unterkulm (NVVU) für den Bächel ein, diesem Naturjuwel an der Ostflanke des Böhlers. Was einst mit der Pflege der Hecken und einer sanften Öffnung des Bachlaufes begann, ist heute eine Erfolgsgeschichte für die Biodiversität. Der Bach hat sich einen Weg durch die Landschaft gebahnt und mit ihm kehrt das Leben zurück. Die aktuelle Projektphase «Bächel – Renaturierung und Vernetzung II» des NVVU und von Bird-Life Schweiz dauert bis 2025. Unterstützt wird es auch vom AEW naturemade Ökofonds. Ziel ist es, ein Netz aus Lebensräumen zu schaffen, in dem seltene Arten wie das Grüne Heupferd oder der Neuntöter eine Heimat finden. Etwa 1 500 bereits geleistete Arbeitsstunden und die Mitwirkung der Gemeinde, des Kantons, von Unternehmen und privaten Akteuren zeugen von einem starken Gemeinschaftssinn.
Neue Projekte gesucht – jetzt bewerben
Der AEW naturemade Ökofonds wird mit jeder verkauften Kilowattstunde naturemade zertifiziertem Strom aus Photovoltaik und Wind mit 0,7 Rappen gespiesen. Haben Sie eine zündende Projektidee, oder kennen Sie ein Projekt, das unbedingt gefördert werden sollte? Details zu den Förderbedingungen und das Antragsformular für neue Projekte finden Sie unter www.aew.ch/oekofonds
Biodiversität ist das Ziel
Das Naturreservat, das aus diesem Engagement entsteht, ist nicht nur für die Tierwelt von Bedeutung. Es bietet auch uns Menschen einen Ort, an dem wir die Schönheit und Vielfalt der Natur hautnah erleben können. Die Massnahmen für das Projekt sollen neuen Lebensraum für Wildbienen, weitere Insekten und Fledermäuse schaffen und jenen der Glühwürmchen oder des Neuntöters erhalten. Libellen, seltene Heuschrecken, Waldeidechsen oder Feuersalamander sollen die Natur um Unterkulm wieder biodiverser machen. Mit diesem Fokus schreitet das Projekt derzeit weiter voran. Am Ende entsteht daraus ein lebendiges Mosaik aus Biotopen, das zeigt, wie nachhaltiges Handeln wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna schafft.